Ausstellung "Eier von Wirbeltieren"

Dieses Jahr gibt es im Hofer Zoo gleich zwei Ausstellungen. Die eine läuft begleitend zum Bienenpark, in der zweiten dreht es sich um Wirbeltiereier:
Der Zoologe Dr. Andreas Lingnau, der bereits seit vielen Jahren mit dem Hofer Zoo zusammenarbeitet, hat für die diesjährige Exponate zusammengestellt zum Thema „Eier von Wirbeltieren“.
Bei vielen Tierarten sind die ersten Schritte der Entwicklung ihrer Nachkommen geschützt durch die Ausbildung eines Ei’s, das in einem sehr frühen Stadium gebildet wird. Im Ei entwickelt sich aus der befruchteten Eizelle der Embryo, welcher irgendwann schlüpft und als fertiger Organismus in einem Nest verbleibt oder gleich seine Umgebung erkundet. In dieser Ausstellung wird sich der Ausbildung von Eiern bei unterschiedlichen Wirbeltieren gewidmet und diese vergleichend dargestellt.
Die Ausstellung beginnt mit Eiern von Fischen und Haien und geht weiter mit Eiern v von Amphibien wie Fröschen und dann Reptilien wie Eidechsen, Geckos und Schildkröten . Zum Thema Schlangen sind eine ganze Reihe von leeren Eihüllen von Würgeschlangen und auch Giftschlangen zu bewundern. Zu sehen sind auch Eier der gefährlichsten Landschlange, dem Inlandtaipan.
Die meisten verbinden mit Eiern vor allem die große Klasse der Vogel. Zu diesem Thema sind mehrere Vitrinen zu sehen, welche die Eier in ganz unterschiedlichen Formen und Farben zeigen. Auch ein Kuckucksei zusammen mit Eiern der Bachstelze im Nest sind im Vergleich dargestellt.
Zu sehen ist außerdem das Ei eines Elefantenvogels, des größten bisher gefundenen Vogeleis. Elefantenvögel sind erst vor etwa 1000 Jahren durch menschlichen Einfluss auf Madagaskar ausgestorben. Im Vergleich dazu ist das Ei eines Kolibris zu sehen, welches zu den kleinsten im Vogelreich zählt.
Natürlich dürfen die größten noch existierenden Vogeleier nicht fehlen, nämlich die vom Strauß, die im Vergleich zu anderen Laufvögeln wie Nandu und Emu ausgestellt sind. Auch die Beine dieser Vögel sind zu sehen und zeigen gerade in der Form der Krallen, wie nah verwandt sie mit Dinosauriern sind. Nicht jeder weiß, dass die Flügel dieser Laufvögel an den Enden Krallen enthalten. Von den schon vor 65 Mio Jahren ausgestorbenen Dinosauriern sind ebenfalls Eischalen und andere fossile Knochenstücke gezeigt, zum Teil als Original-Fundstücke.
Wenige nur denken bei Säugetieren an die Ausbildung von Eiern. Doch die kleine Gruppe der Kloakentiere in Australien, wie Schnabeltier und Ameisenigel, legen Eier, aus denen die kleinen Säuger dann in entsprechenden Nestern schlüpfen. Replikate dieser Eier sind zu sehen von diesen hier in Europa weniger bekannten Tieren und weitere Informationen.
Höhepunkt der Ausstellung sind sicherlich Nachbildungen zweier Nester von Krokodilen, einmal vom Nordamerikanischen Alligator und einmal vom Südamerikanischen Beulenkrokodil. Zusammen mit Schädeln und anderen Knochenstücken sind beide Nester mit Eiern bestückt worden, in denen die kleinen Krokodile darauf warten zu schlüpfen.
Wie meist bei Ausstellungen im Zoo von Hof können viele unterschiedliche Aspekte zum jeweiligen Thema, bewundert werden. In den 10 Vitrinen werden alle Wirbeltierklassen mit ihren Eiern gezeigt, zusammen mit Schädeln, Skeletten, anderen Knochen und allerlei Kuriositäten. Abgerundet wird die Ausstellung mit einer ganzen Reihe von Postern, wodurch man zusätzlich noch etwas lernen kann, nach dem Motto „das hab‘ ich aber auch noch nicht gewusst!“.

Ausstellung "Eier von Wirbeltieren"