Stachelschweine im Hofer Zoo

Nach einer fast ein Jahr dauernden Bauphase hat der Hofer Zoo das Sumpfbiber-Gehege für die Stachelschweine umgebaut. Der Zoo musste auf die Sumpfbiber wegen explosionsartig steigenden Wasser- und Energiekosten verzichten. Am 18. Juli kamen vier weibliche Vertreter der Weißschwanz-Stachelschweine (Hystrix indica) im Rahmen eines Tiertausches aus dem Tierpark Hirschfeld. Die Tiere sind kaum kälteempfindlich und haben zurzeit im Außengehege eine Überdachung als Wetterschutz. Der Bau des Schutzhauses hat erst begonnen und kann aus finanziellen Gründen nur stufenweise erfolgen. Wir suchen händeringend Sponsoren, die dieses Projekt unterstützen können. Erst wenn das Haus steht und eingerichtet ist, kommt zu der Gruppe der weiblichen Stachelschweine auch der „Herr des Hauses“, ein männliches Tier.
Stachelschweine sind eine eigene Familie in der Ordnung der Nagetiere und gehören mit einem Gewicht von bis zu über 20 Kilogramm zu den größten Vertretern dieser Ordnung. Eine Besonderheit in der Tierwelt sind natürlich ihre Stacheln, welche aus veränderten Haaren bestehen. Die Stachelschweine können sich aktiv verteidigen, in dem sie die Angreifer gezielt anrennen und mit den Stacheln verletzen. Weil dies sehr schmerzhaft ist und die Wunden schlecht verheilen, haben sie in der freien Wildbahn – von Osteuropa bis nach Indien – außer dem Menschen kaum natürliche Feinde.

Stachelschweine im Hofer Zoo